Info-Stau auf der A7

Autofahrer sind nicht informiert über Baustelle auf A7

Die Bundesautobahn A7 zwischen dem Elbtunnel und dem Bordesholmer Kreuz wird  ausgebaut. Wird der Autofahrer in den kommenden 12 Jahren allein gelassen?

In einer dpa-Meldung vom 07. Mai 2014 versichert der Verkehrskoordinator für die A7, der frühere Hamburger Stadtrat Gerhard Fuchs, mit einem umfassenden Baustellen- und Verkehrsmanagement Verkehrsbehinderungen möglichst gering zu halten. Auch wird ein Informationsmanagement mit Unterstützung von digitalen Anzeigetafeln erwähnt.

Millionen Verkehrsteilnehmer verschiedener Nationalität werden anhand von Anzeigentafeln in den organisierten Stau geleitet, Weg und Ziel ungewiss. Für die zwischenmenschliche Kommunikation sind kurze konkrete Botschaften unerlässlich, damit es nicht zu einem Missverständnis kommt. Aufgestellte Schilder helfen nur bedingt, da der Verkehrsteilnehmer sich schon inmitten der Situation befindet und keinen Ausweg mehr findet. Ausweglose Situationen werden von Menschen allerdings mit Kurzschlusshandlungen und zunehmender Aggression quittiert. Insofern herzlich willkommen im Verkehrsdesaster 2020.

Warum herrscht auf Twitter, Facebook und im gesamten Internet Funkstille? Wieso werden den Berufskraftfahrern, Pendlern und Touristen keine leicht zugänglichen Informationen zur Verfügung gestellt? Es gibt keine zu abonnierenden Newsletter, keine App zur aktuellen Verkehrslage, keine UKW Frequenz, die Neuigkeiten in Echtzeit sendet. Von einer aktiven Anwohnerinformation ganz zu schweigen.

Die Hilflosigkeit der Bürger wird von Panik-Berichterstattungen der Zeitungen zum Super-Stau auf der A7 zusätzlich angefeuert. Ausgenommen ist hier die sachliche Berichterstattung des NDR.

Liebe Verkehrs- und Informationsmanager, bitte bündeln Sie Ihre wissenschaftlich fundierten Pläne und teilen Sie den Menschen auf der Fahrbahn mit, was in den kommenden zwölf Jahren passieren soll. An technischen Möglichkeiten, Know-how und dem Budget mangelt es bei einem Investitionsvolumen von knapp 800 Millionen Euro sicher nicht.

Die Krankenkasse IKK classic beugt jedenfalls schon jetzt dem Verkehrsinfarkt vor und sendet Live-Bilder via Webcam von der A7. Der Anfang mit der ersten Verkehrskamera ist gemacht!

Autor Henning Harfst befasst sich als freiberuflicher Kommunikations-Coach auch mit den Schwerpunkten Baustellenkommunikation und Anwohnerinformation.