Menu
Menu

Blog

Wie Kunden erfolgreich angemahnt werden

Alles läuft glatt, die Holzplatte sitzt bündig,  in der Thermoskanne wartet heißer Tee. Am Sonntagabend noch schnell die Rechnung geschrieben und seitdem nix mehr vom Kunden gehört.

Nun sich nicht in Selbstzweifeln oder in einer persönlichen Kränkung verlieren, sondern zum Telefonhörer greifen und den Kunden anrufen. Finden Sie heraus, warum Ihr Gegenüber Ihren Lohn nicht bezahlt. Das kann viele Gründe haben, der Kunde hat es schlichtweg vergessen, ist vielleicht mit einer Kleinigkeit unzufrieden oder kann schlicht nicht bezahlen.

Bereiten Sie das Telefonat kurz vor. Legen Sie sich alle Schriftstücke zurecht, gehen Sie die Unterlagen noch einmal durch. Erinnern Sie sich kurz an Ihre Arbeit. Nicht gepfuscht? Angebot und Rechnung gleich auf? Fordern Sie zu Recht den Betrag an? Seien Sie auf vieles gefasst: Von einer einfachen Entschuldigung, bis hin zu Wutausbrüchen und persönlichen Vorwürfen. „Hier ist Frank Meier von der Tischlerei Meier und Sohn. Schönen Guten Tag! Spreche ich mit Friedrich Kunze?  Ich wollte horchen, ob Sie mit der neuen Tür zufrieden sind.“ Die Begrüßung gilt als Weichensteller für das gesamte Gespräch. Sprechen Sie langsam, deutlich und mit fester Stimme, damit Ihr Gesprächspartner Ihnen gut folgen kann.  Machen Sie sich klar, dass Ihr Gesprächspartner gerade aus einer anderen Situation kommt. Lassen Sie ihm Zeit „anzukommen“. Sammeln Sie als erstes Informationen. „Ich hatte Ihnen am 10. Dezember eine Rechnung zukommen lassen, die bis heute nicht beglichen ist. Wie kommt es dazu?“ Stellen Sie kurze offene Fragen. Fragen Sie nicht: „Warum haben Sie nicht bezahlt?“ Das hat Vorwurfscharakter und das Gespräch bleibt stecken. Bitte lassen Sie Ihren Gesprächspartner aussprechen. Auch wenn dieser einen Wutausbruch bekommt. Sie könnten Infos erhalten, wie das eine Bezahlung nicht möglich sei – und vielleicht sind Sie auch nicht der Erste –  die Frau ist ausgezogen und anderes mehr. Machen Sie Ihrem Gegenüber klar, dass Sie ihn verstehen. Sollten Sie etwas nicht verstanden haben, so wiederholen Sie es einfach. „Habe ich Sie richtig verstanden? Die Tür quietscht beim Schließen?“ Kommen Sie Ihrem Ziel näher. Machen Sie einen konkreten Vorschlag. „Herr Kunze, ich schlage Ihnen vor, ich komme morgen herum und bringe die Tür zum Schweigen, dann geben Sie mir den Rechnungsbetrag gleich in bar.“ Auf keinen Fall schon an dieser Stelle Preiszugeständnisse oder längere Fristen anbieten. Ihr Ziel ist es den zustehenden Lohn so schnell wie möglich zu bekommen. Nun kann der Kunde sich dazu äußern. Ihr Vorteil, der Kunde hat das Gefühl er kann mitentscheiden und fühlt sich nicht in die Enge getrieben. Macht der Kunden den Vorschlag, dass er erst in drei Tagen zahlen kann, so gehen Sie auf das Angebot ein. Der Ball ist so beim Kunden. Sie machen die Sache dingfest: „Herr Kunze, kann ich mich auf Sie verlassen? Sie sind am Montag zu Hause und haben das Geld parat?“ Sollten Sie eine andere Vereinbarung treffen, so sagen Sie Ihrem Kunden, dass ihm in Kürze ein Schreiben zugeht, in dem der Inhalt des Gesprächs nochmal kurz zusammengefasst ist. Verabschieden Sie sich freundlich. Auf keinen Fall dürfen Sie in einem Telefonat mit einem Schuldner Vorwürfe machen. Vermeiden Sie Worte wie, „müssen“, „gesetzlich vorgeschrieben“. Geben Sie dem Schuldner keine Informationen über sich: Sie müssen mich auch verstehen, mein Lieferant sitzt mir im Nacken. Bleiben Sie sachlich und bestimmt.

Formulieren Sie Ihre Angebote von Vornherein unmissverständlich. Sollte es auf der Baustelle zu zusätzlichen Vereinbarungen kommen, so haben Sie immer ein Formblatt dabei. In diesem Schriftstück wird der Mehraufwand festgehalten und vom Auftraggeber unterzeichnet, wenn möglich mit entsprechendem (Zirka-) Preis. Bleiben Sie immer fair zu Ihren Kunden. So kann Ihnen keiner Vorwürfe machen und Sie bekommen mit Sicherheit so manchen lukrativen Folgeauftrag.

| Bildquelle: aboutpixel

Back to Blog
Back to Blog